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Im Test ...

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Fakten, Fakten

Canon G11

Canon G11

Die neue Canon PowerShot G11 zeigt im Vergleich zu ihrer Vorgängerin G10 einige Änderungen. Ob diese zum Vor- oder Nachteil avancieren, zeigt der Test.

Im Rausch moderner Technik, mit dem Fokus auf immer mehr Megapixel, bleibt hin und wieder der richtige Kompromiss für die optimale Bildqualität auf der Strecke. Die neue Canon PowerShot G11 besinnt sich auf den Ursprung der G-Serie und wartet mit einigen Überraschungen auf, die heute kaum mehr üblich sind. Hauptaspekt: Die Reduzierung der Auflösung um satte vier Megapixel auf zehn Megapixel im Vergleich zum Vorgängermodell G10. Auf dem Stand der Technik ist Canon bei der G11 trotzdem. Professionelle Einstellmöglichkeiten, ein kompaktes Gehäuse und ein Schwenkmonitor machen die G11 zum praktischen Allround-Talent. Und die Reduzierung der Auflösung unterstützt das, worum es in der Fotografie hauptsächlich gehen sollte: die Bildqualität.

Ausstattung

Schwarz, handlich und leistungsstark, dabei jedoch bodenständig und schlicht im Design. Diesen Eindruck hinterlässt das Nachfolgemodell der Canon PowerShot G10: die G11. Die zur G-Serie gehörenden Kameras sind zwischen digitalen Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras angesiedelt, jedoch nicht als so genannte Bridgekameras einzuordnen. Diese zeichnen sich nämlich durch ein Mega-Zoomobjektiv aus, über das die G-Serie von Canon nicht verfügt. Die neue Canon PowerShot G11 braucht sich mit ihrer Linse dennoch nicht verstecken, denn mit 28 bis 140 Millimetern bietet die Kamera einen guten Kompromiss zwischen Zoomstärke und qualitativ beherrschbarem Brennweitenbereich. Besonderes Plus ist die Lichtstärke von f:2,8 bis f:4,5, die damit etwas besser als der Durchschnitt dieser Kameraklasse ausfällt. Ergänzt wird die Optik der nur 355 Gramm schweren PowerShot G11 (ohne Akku und Speicherkarte) von einem Bildstabilisator, der insbesondere im Telebereich die Aufnahme verwacklungsfreier Bilder ermöglicht. Auf der Rückseite der Kamera fällt sofort das 2,8 Zoll große LC-Display ins Auge, das über 461.000 RGB-Bildpunkte verfügt. Damit ist es in der Auflösung identisch mit der G10, jedoch in der Größe um 0,2 Zoll kleiner. Der Monitor lässt sich bis zu 180 Grad schwenken und um 270 Grad drehen. Clever: Für den Transport lässt sich die empfindliche Frontseite des Displays zur Kamera drehen, sodass es vor Kratzern und Stößen geschützt ist. Beim manuellen Fokussieren, das sich über das Einstellrad um das Steuerfeld vornehmen lässt, wird auf dem Display eine vergrößerte Ansicht dargestellt.

Schwenkbarer Monitor erleichtert das Fotografieren aus ungewöhnlichen Positionen.

Bei Kompaktkameras liegen der Akku- und Speicherkarteeinschub häufig nah beieinander.


Neben dem gängigen JPEG-Format bietet die G11 die Möglichkeit, Bilder im Raw-Format aufzunehmen. Dies erlaubt in der späteren Bildbearbeitung weitreichende Korrekturen am Computer. Dabei nutzt die G11 eine sehr praktische Funktion. Sie erlaubt es, beide Formate parallel zu sichern. Die Bilder speichert die Kamera auf SD-, SDHC, MMC-, MMCplus- und HC MMCplus-Karten, die auf der Unterseite der Kamera eingelegt werden. Wie bei Kompaktkameras üblich findet in unmittelbarer Nähe der Speicherkarte auch der Lithium-Ionen-Akku der G11 seinen Platz. Videos nimmt die Kamera auch auf, jedoch nicht in einem HD-Format, sondern mit maximal 640 mal 480 Pixeln. Die Laufzeit der Videos ist auf 4 Gigabyte oder 60 Minuten beschränkt. Nichtsdestotrotz ist die Kamera mit einem HDMI-Ausgang ausgestattet, über den die hochauflösenden Fotos ohne Qualitätsverlust etwa auf einem HD-fähigen Fernsehgerät ausgegeben werden können. Das Moduswahlrad auf der rechten Oberseite bietet neben einem manuellen Modus auch eine Blenden- und Zeitpriorität sowie zwei Custom-Modi. Vollautomatik und Videofunktion sind ebenfalls auf dem Wahlrad untergebracht. Links auf der Oberseite befindet sich ein zusätzliches Einstellrad, mit dem die Belichtungskorrektur vorgenommen werden kann.

Der Monitor lässt sich für den Transport mit dem Display nach Innen drehen.

Moduswahlrad und der Einstellring für die ISO-Epmfindlichkeit.

Kompakt im Profil ist die PowerShot G11

Links befindet sich ein weiteres Einstellrad für die Belichtungskorrektur.


Die Verschlusszeit lässt sich variabel zwischen 1/4.000 Sekunde und 15 Sekunden einstellen. Für eine optimale Bildbelichtung kann zwischen Mehrfeld-, mittenbetonter Integral- und Spotmessung gewechselt werden, wobei eine Belichtungskorrektur in 1/3 Schritten um plus/minus 2 EV (Blendenstufen) in Drittelstufen möglich ist. Die Mehrfeldmessung ist dabei mit der „Face-Detection“-Funktion verknüpft, die einzelne Gesichter im Foto erkennt und die Belichtung daraufhin optimiert. Die ISO-Empfindlichkeit kann zwischen 80 und 3200 manuell angepasst werden. Der Weißabgleich lässt sich ebenfalls manuell über vier verschiedene Einstellungen (Tageslicht / Bewölkt / Kunstlicht / Fluoreszenz / Fluoreszenz hoch / Blitz / Unterwasser) beeinflussen. Neben zwei zusätzlichen Custom-Funktionen kann man den Weißabgleich natürlich auch der kamraeigenen Automatik überlassen. Viele Fotoeffekte lassen sich für die Aufnahmen auswählen, darunter etwa Sepia, Schwarzweiß oder Diafilm. Die Kamera wiegt bei einer Abmessung von 112,1 (B) x 76,2 (H) x 48,3 (T) Millimetern und inklusive Akku und Speicherkarte gerade einmal 414 Gramm. Im Handel ist die Canon PowerShot G11 für 589 Euro (UVP) erhältlich.

... im Test

Das Herzstück der Canon PowerShot G11 ist ein zehn-Megapixel-CCD-Sensor, der im Test insbesondere bei der Auflösungsmessung überraschte. Mit 2.496 Linien setzte die Kamera ihre nominelle Auflösung von 2.736 in der Bildhöhe sehr gut in Details um. Dieses Ergebnis erreicht die G11 mit einer elektronischen Überschärfung von 16,9 Prozent. Treffsicher ist der Weißabgleich, der für eine gute Darstellung der Farben sorgt. Mit 108,9 Prozent wurde den Bildern jedoch eine leichte Übersättigung attestiert, die in den roten Nuancen teils kräftig ausfällt. Hauttöne hingegen stellt die G11 sehr gut dar. Resultierend aus der im Vergleich zur G10 reduzierten Sensorauflösung um vier Megapixel ist das Luminanzrauschen auf einem sehr niedrigen Niveau. Bis zu einem ISO-Wert von 800 bleibt es unter 1,0 und so erzielt die G11 für Kompaktkameras ein gutes Ergebnis. Die Rauschfilterung der PowerShot G11 arbeitet sehr dezent und erhält viele Bilddetails. Ebenfalls bemerkenswert ist die hohe Arbeitsgeschwindigkeit der G11. Einstellungen übernimmt die G11 ohne Verzögerung und auch die Auslösegeschwindigkeit ist sehr gut. Weniger gefällt die Serienbildfunktion, die mit nur 1,1 Bildern pro Sekunde kaum als solche bezeichnet werden kann. Im Nachtmodus, bei dem die Auflösung auf sechs Megapixel mit 2.816 mal 2.112 Bildpunkten reduziert ist, schafft sie 2,5 Bilder pro Sekunde.

Um das Testbild in der Originalauflösung (JPEG-Format; beste Qualitätseinstellung der Kamera) anzusehen, klicken Sie auf das Vorschaubildchen. Wegen der Dateigröße kann der Download durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die reduzierte Auflösung im Vergleich zur G10 kommt der Bildqualität zu Gute.

Besonderheiten

Als Besonderheit ist sicherlich der vermeintliche Rückschritt in der Auflösung zu sehen. Von der 14-Megapixel-G10 hat sich die Auflösung auf zehn Megapixel bei der G11 reduziert. Was auf den ersten Blick wie ein technischer Fauxpas aussieht, findet die Rechtfertigung in der hohen Bildqualität, denn weniger Pixel auf dem Sensor erlauben eine höhere Lichtempfindlichkeit und eine Reduzierung des Bildrauschen.

Fakten, Fakten

Name der Kamera G11 
Hersteller  Canon 
Auflösung  3648 x 2736 Pixel 
CCD Brutto  10 Megapixel 
Objektiv  5 -fach Zoom, 28-140 mm
Digitalzoom: 4-fach 
Lichtstärke  2.8f  
Makro  1 bis 50 Zentimeter  
Sucher  LC-Display im Sucher
optischer Sucher
 
LCD-Display  2.8 Zoll
Farb-TFT mit 461.000 Pixel  
Speichersystem  Multimedia Card
SD-Card
Sonstige
Mitgeliefertes Medium  , 0 MB  
Interner Speicher  -
Schnittstellen USB
 
TV-Anschluss  PAL/NTSC und HDMI
 
 
IN DER PRAXIS
 
  
Einschaltdauer  1.2 Sekunden 
Auslöseverzögerung ohne Vorfokus  0.35 Sekunden 
Auslöseverzögerung mit Vorfokus  0.02 Sekunden
Bildfolge volle Auflösung 0.8 Bilder pro Sekunde
Bildfolge im Serienmodus 1.1 Bilder pro Sekunde
Max. Bildanzahl Serie 999 Bilder 
Belichtung manuelle Blendenvorwahl
manuelle Zeitvorwahl
komplett manuell
Belichtungsreihenautomatik (Bracketing)
Belichtungskorrektur +/- 2 Blendenstufen
 
Eingebauter Blitz Ja, Reichweite: 7.0 m  
Blitzmodi Immer ein
Immer aus
Automatik-Blitz
Slow-Sync
Anti-Rote-Augen
 
Zusatzblitz über Blitz-Schuh
 
Standardbildformat JPEG , 2 Kompressionsstufen

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