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NEUE KLASSE µ4/3


Olympus ist einer der Vorreiter in der Entwicklung einer Systemkamera mit Wechselobjektiven, die auf „Micro- Four-Thirds-Standard“ basiert. Die neuen Kameras sind deutlich kleiner und leichter als eine SLR, bieten aber dieselbe Bildqualität gepaart mit einfacher Bedienung.

Olympus Micro Four Thirds

Der Markt für digitale SLR-Kameras wächst stetig. Doch viele Kunden empfinden sie als „groß, schwer und kompliziert zu bedienen“. Olympus und Panasonic haben mit dem Micro-Four-Thirds-System allerdings jetzt eine Lösung entwickelt, die alle SLR-Skeptiker überzeugen wird. Dieses völlig neue Kamerasystem schließt die Lücke, die es zwischen den Kompaktkameras und den digitalen Spiegelreflexkameras gibt, indem es die Vorteile beider Systeme vereint: die geringe Größe von Kompaktkameras und die hohe INTERAKTIV PRAXIS Bildqualität von digitalen SLRs. Kameras im Four-Third-Standard haben keinen Spiegel, aber dennoch kann man Wechselobjektive verwenden. Dieser Umstand, gepaart mit einem SLR-Sensor, sorgt für eine hervorragende Bildqualität und eine Riesenauswahl an Objektiven.

KLEINER UND LEISTUNGSFÄHIGER

Grundlegende Unterschiede zwischen dem bisherigen Four-Third-Standard der SLRs und dem neuen Micro-Four-Thirds- Standard: etwa 50% kürzeres Auflagemaß 026 | AUSGABE 05-10 Die meisten schon vorhandenen Objektive können mittels Adapter an den Micro-Four-Thirds-Bodys verwendet werden. ermöglicht kleinere und leichtere Objektive mit außergewöhnlichen Leistungen. Auflagemaß Gehäuse der Kamera deutlich kompakter und damit handlicher gebaut werden. Durch das reduzierte Auflflflflagemaß kann das Die Reduzierung des Bajonettdurchmessers (Abstand zwischen Bajonett und Sensor), 6 mm kleinerer Bajonett-Durchmesser und die Anzahl der elektrischen Kontakte am Bajonett von 9 auf 11 erhöht.

HOHE QUALITÄT KLEINES GEHÄUSE

Mit dem Micro-Four-Thirds-System können Anwender die hohe Bildqualität, wie sie der 4/3-Typ-Bildsensor des Four- Thirds- Systems bietet, in einem noch kompakteren Gehäuse nutzen. Auch die Objektive werden wesentlich kompakter – besonders im Weitwinkel- und Hochleistungszoom- Bereich. Das Four-Thirds-System bietet kompakte, leichtgewichtige Produkte und das neue Micro-Four-Thirds- System baut dies noch weiter aus: Es ermöglich die Entwicklung ultrakompakter Kamerasysteme mit Wechselobjektiven, wie es sie bis jetzt nicht gegeben hat. Das neue Micro-Four-Thirds-System beinhaltet außerdem eine größere Anzahl von elektronischen Kontakten, die zukünftig neue Funktionen und erhöhte System-Funktionalität unterstützen. Zudem werden Anwender in der Lage sein, ihre bereits erworbenen Four-Thirds-Objektive über einen Adapter mit Micro-Four-Thirds-System- Gehäusen zu nutzen.

PRODUKTE SCHON ERHÄLTLICH

Panasonic und Olympus haben schon viele Produkte für den Micro-Four-Thirds-Standard. Neben neuen und kleinen Gehäusen der Olympus Pen-Serie und der Panasonic Lumix G1 und G2 bieten die Hersteller noch innovatives Zubehör, wie hochwertige elektronische Sucher, Aufsteckmikrofone und vieles mehr an. Außerdem haben schon einige andere Hersteller wie Samsung Systemkameras ohne Spiegel im Angebot. Und auch Sony hat ein Modell angekündigt. Die kleinen Systemkameras ohne Spiegel bringen neuen Schwung in den Digitalkameramarkt und deutliche Vorteile für die Fotografen. mar

Quelle: Panasonic

Die neuen Kameras ohne Spiegel arbeiten mit den gleichen großen und entsprechend rauscharmen Sensoren wie konventionelle SLRs, verzichten aber auf deren AF-Module, Spiegel und Prismensucher: Bei einer konventionellen SLR lenkt ein Spiegel vor dem Sensor den Großteil des einfallenden Lichtes nach oben in den Sucher. Kleine Hilfsspiegel lenken einzelne Strahlenbündel zu den AF-Modulen, und erst im Moment der Aufnahme klappen die Spiegel weg und geben dem Licht den Weg zum Sensor frei. Bei den Modellen ohne Spiegel ist der Strahlengang frei, und das Licht fällt kontinuierlich auf den Bildsensor. Der liefert dann auch das Signal für den Autofokus sowie den Monitor und – so vorhanden – den elektronischen Sucher. Das spart zahlreiche optomechanische Bauteile und die exakte Abstimmung dreier Ebenen: Mattscheibe, Sensor sowie AFModule. Es ermöglicht zugleich kompaktere Kameras und kompromisslos gerechnete Weitwinkelobjektive – wie bei der legendären Hasselblad SCW –, deren letzte Linse nun ohne den Spiegel näher an den Sensor herankann. Einerseits – andererseits bereiten im digitalen Zeitalter schräge Randstrahlen den meisten Sensoren erhebliche Probleme. Noch kann die Auflösung der elektronischen Sucher allerdings nicht vollständig überzeugen. Die Sensor-AF-Lösung arbeitet langsamer als die Phasen-AF-Module konventioneller SLRs, und je nach Motiv und Helligkeit stört ein Flimmern im Sucher. Und dennoch könnte die Zukunft dem elektronischen Sucher gehören.

 

Die Reduzierung des Bajonettdermöglicht kleinere und leichtere Objektive mit
außergewöhnlichen Leistungen.
Durch das reduzierte Auflagenmaß kann das Gehäuse der Kamera deutlich kompakter und damit handlicher gebaut werden.
Die meisten schon vorhandenen Objektive können mittels Adapter an den Micro-Four- Thirds-Bodys verwendet werden.

Quelle: Panasonic

DIE ARGUMENTE FÜR DEN SPIEGEL
– schneller AF
– keine Probleme mit Auflösung und Wiederholfrequenz
– kaum zusätzlicher Stromverbrauch ? DIE ARGUMENTE FÜR DEN

DIE ARGUMENTE FÜR DEN ELEKTRONISCHEN SUCHER
– keine Justageprobleme der drei Ebenen: Mattscheibe, Sensor sowie AF-Module
– mehr Freiheiten beim Kameradesign
– kompaktere Kameras
– mehr Freiheiten beim Objektiventwurf
– Weißabgleich vor der Aufnahme sichtbar
– Über/Unterbelichtungswarnung im Sucherbild
– Histogramm im Sucherbild
– Schärfe bei der Aufnahme per Lupe exakt erkennbar, eventuell als Bild im Bild
– direkte Bildkontrolle nach der Aufnahme ohne Absetzen der Kamera
– kein lauter und unruhiger Spiegelschlag
– bessere Sicht auf das Motiv bei Dunkelheit
– die Videofunktion ist mit dem optischen Sucher nicht kombinierbar und deswegen erst mit einem elektronischen Sucher voll einsetzbar
– 100-prozentiges Sucherfeld auch für Einsteigermodelle
– starke Suchervergrößerung auch für Einsteigermodelle
– auf Dauer sind elektronische Komponenten billiger als opto/ mechanische
– zweiter Anlauf für einen augengesteuerten Autofokus
– das ganze Bildfeld kann als AFModul dienen.

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