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Auf vielen Fotos kippen die Gebäude scheinbar nach hinten weg. Wir verraten, wie Sie diese stürzenden Linien am Computer ausgleichen.

Kirchen und Hochhäuser kippen im Foto oft nach hinten weg. Rücken Sie die Bauwerke mit Photoshop und Photoshop Elements einfach wieder gerade.

Für das „Transformieren“ aus Tipp 3 bereiten Sie das Bild in Photoshop und Photoshop Elements zunächst vor. Klicken Sie in der Ebenenpalette bei gedrückter Alt-Taste doppelt auf die „Hintergrund“-Bildminiatur. So verwandelt sich die „Hintergrund“-Ebene in eine „Ebene 0“. Schaffen Sie bereits mehr Bild fläche fürs spätere Entzerren: Der Befehl heißt in Photoshop „Bild, Arbeitsfläche“, in Photoshop Elements „Bild, Skalieren, Arbeitsfläche“. Schalten Sie die „Relativ“- Option ein, dann geben Sie in der Breite 20 und in der Höhe 60 Prozent dazu. Sind Sie später mit der Entzerrung zufrieden, wählen Sie „Ebene, Auf Hin tergrund reduzieren“.

Eine Alternative zu Ebene 0 aus Tipp 1 bieten die Photoshop-Vollversionen mit Smart-Objekten. Der Vorteil: Beim Smart-Objekt steht im Hintergrund jederzeit eine unveränderte Originalfassung der Ebene parat. Sie kön nen also mehrfach verzerren, speichern, schließen und wieder verzerren – die Qualität wird nicht kontinuierlich schlechter, sondern bleibt stets bestmöglich. Klicken Sie in der Ebenenpalette mit rechts (Mac: gedrückte Ctrl-Taste) auf das „Hintergrund“-Feld und wählen Sie „In Smart Objekt konvertieren“ oder „In Smart-Objekt gruppieren“. Erweitern Sie anschließend die „Arbeitsfläche“ (s. Tipp 1). Ab Photoshop CS3 helfen Smart-Objekte bei der „Objektivkorrektur“. Ab CS4 eignen sich Smart-Objekte auch für die perspektivi sche Verzerrung beim „Transformieren“. Da teien mit Smart-Objekt verbrauchen weit mehr Speicherplatz und Rechenkapazität als übli che Fotos. Wollen Sie nichts mehr ändern, wählen Sie „Ebene, Auf Hintergrund reduzieren“.

Verwandeln Sie das Foto in eine „Ebene 0“ (Tipp 1) oder in Photoshop CS4 in ein Smart-Objekt (Tipp 2). Starten Sie das „Freie Transformieren“ mit Strg+T. Drücken Sie gleichzeitig Strg-, Umschalt- und Alt-Taste, dann bewegen Sie den Anfasspunkt in der rechten oberen Ecke nach rechts außen. Damit ziehen Sie den oberen Bildteil perspektivisch in die Breite – so entstehen parallele Linien an vorher nach hinten kippenden Gebäuden. Das Bauwerk wirkt jetzt zu gedrungen. Lassen Sie alle Tasten los, und ziehen Sie den oberen mittleren Anfasspunkt nach oben. So wirkt das Hauptmotiv wieder länglicher. Entdecken Sie noch einen schiefen Horizont, ziehen Sie außerhalb eines Anfasspunkts. Bestätigen Sie die Änderung mit einem Doppelklick in den Auswahlrahmen.

In Photoshop-Vollversionen ab CS2 öffnen Sie das Untermenü „Filter, Verzerrungsfilter“ und wählen „Objektivkorrektur“ oder „Blendenkorrektur“. Ab Photoshop Elements 6 nehmen Sie „Filter, Kameraverzerrung korrigieren“. Gegen stürzende Linien bei Gebäuden ziehen Sie den Regler „Vertikale Perspektive“ nach links. Gleichen Sie hier auch schiefe Horizonte sowie kissen- und tonnenformige Verzeichnung aus.

In Photoshop-Vollversionen ziehen Sie mit dem Freistellungswerkzeug einen Auswahlrahmen unmittelbar um das Gebäude herum auf, dann klicken Sie oben auf „Perspektive bearbeiten“. Ziehen Sie an einzelnen Eckanfassern und richten Sie den Freistellrahmen genau parallel zu den vorhandenen stürzen den Linien aus. Erweitern Sie den Rahmen mit den mittleren Anfassern auf die endgültige Gesamtgröße. Nach einem Doppelklick in den Rahmen entfernt Photoshop die Ränder und stellt die Gebäude aufrecht hin. Sie haben zwar keine Vorschau, aber das Ergebnis enthält keine weißen Ränder. hn
Das Programm Lightroom und der RAW-Dialog aus Photoshop bieten kein Mittel gegen stürzende Linien. Dennoch müssen Sie RAW-Dateien nicht zwingend zu TIFF oder JPEG umwandeln, wenn Sie kippende Hochhäuser aufrichten wollen. Die Lösung: Packen Sie die RAW-Datei in ein Smart-Objekt. Öffnen Sie eine RAW-Datei im RAW-Dialog von Photoshop CS3 oder CS4. Dann drücken Sie die Umschalt-Taste und klicken auf „Objekt öffnen“. So entsteht eine neue Photoshop- Datei, die RAW-Datei wird dabei in einer Smart-Objekt- Ebene verpackt. In CS3 können Sie nun die „Objektivkorrektur“ verwenden, in CS4 auch das perspektivische Verzerren. Ein Doppelklick auf die Miniatur in der Ebenenpalette bringt Sie wieder in den RAW-Dialog, um die Belichtung zu verfeinern.
Mit einem Gitterraster beurteilen Sie das Bild beim „Transformieren“ noch genauer. Öffnen Sie in Photoshop und Photoshop Elements die „Voreinstellun gen“ mit Strg+K und nehmen Sie den Be reich „Hilfslinien, Raster und Slices“ oder ähnlich. Im Bereich „Raster“ stellen Sie Größe und Farbe ein. Wählen Sie noch „Ansicht, Einblenden, Raster“ oder ähnlich. Ist Ihnen das Raster zu aufdring lich, blenden Sie mit Strg+R die Lineale ein. Aus den Linealen heraus ziehen Sie einzelne Hilfslinien an die Gebäudekanten. Mit dem Verschiebenwerkzeug können Sie die Hilfslinien bewegen und wieder herausbefördern. Die Photoshop-Vollversionen bieten ein flexibles Gitter auch innerhalb der „Objektivkorrektur“. Maschenbreite und -farbe stellen Sie rechts unten im Dialog ein. Mit der Taste „M“ schalten Sie zum Rasterverschieben-Werkzeug, das die Linien passend an Gebäudekanten orientiert.