Schönheit. Sinnlichkeit. Sexualität.

Bei Erotikfotos bewegt sich der Fotograf auf dem schmalen Grat zwischen makelloser Ästhetik und purer Provokation.

Erotikfotos, die manche Sammler als prickelnden Kunstgenuss wahrnehmen, sind für andere schon ein Verstoß gegen die guten Sitten. Auch in anderen Bereichen der Kunst gibt es wohl kaum ein Werk, das allen Betrachtern gefällt, doch für Erotikfotos gilt das in besonderem Maße. Dieses Mass zu finden bedarf dem besonderen gespür. Wie fließend die Übergänge von den Erotikfotos zur erotischen Kunst sind, veranschaulicht  der Fotografenmeister Marko Nieder auf den Punkt.

Die Erotikfotografie als klassisches Motiv. Schon wenige Jahre nach der Einführung des ersten praktikablen Fotografieverfahrens, der Daguerreotypie, tauchten im Paris der 1840er-Jahre die ersten Erotikfotos auf, von denen viele als sogenannte Akademien Malern zur Vorlage dienten. Für Körperstudien war der seit den alten Griechen als klassisches Motiv der bildenden Kunst geltende Akt in der Renaissance wiederentdeckt worden. Im bürgerlichen 19. Jahrhundert waren die ersten Akt & Erotikfotos jedoch moralischen Restriktionen unterworfen, die allerdings bald unterwandert wurden. Durch Studiokulissen und das Mienenspiel des Modells wurden die Erotikfotos aufreizender gestaltet, was damals schon gleichbedeutend war mit dem Schritt in die Illegalität der erotischen Fotografie. In der heutigen Zeit sieht man bei jeder 14 Medienanzeige erotische Elemente. Die Akt & Erotikfotografie ist normal geworden und gehört zu den Hauptserien die wir in unseren Studios anbieten.